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Tagesübung 2009
Höhen- und Absturzsicherung
Einer der beiden Übungsschwerpunkte bildete an diesem Tag die Höhen- und Absturzsicherung.
Bei der Höhen- und Absturzsicherung geht es zunächst darum, die eigenen Einsatzkräfte bei Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen zu sichern. Weiterhin können mit der Ausrüstung für die Höhen- und Absturzsicherung Personen, die sich in Gefahr befinden und abzustürzen drohen, gesichert werden.
Zunächst wurden die für die Höhen- und Absturzsicherung benötigten Knoten und Stiche und der sichere Umgang mit der speziellen Ausrüstung geübt. Danach folgten einzelne Übungseinheiten auf einer Dachfläche und im Schlauchturm.
Seilwinde im Einsatz
Im Bereich der Technischen-Hilfeleistung mussten die Übungsteilnehmer zunächst einzelne Stationen durchlaufen. Hierbei wurde das Ziehen mit der Seilwinde, das Anheben von schweren Lasten mit Hydraulikhebern (Büffelwinde) und das fachgerechte Unterbauen der angehobenen Lasten mit Rüstholz geübt.
Pkw unter Lkw
Im zweiten Teil der Übung musste ein Unfallszenario, bei dem ein Pkw unter einen Lkw-Auflieger geraten war, abgearbeitet werden. Die Lage stellte sich für die Übungsteilnehmer wie folgt dar: Der Pkw-Fahrer war massiv eingeklemmt und noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr verstorben. Auf dem Rücksitz saß eine weitere Person mit einer stark blutenden Kopfverletzung und dem Verdacht einer Wirbelsäulenverletzung. Bei der Ausgestaltung des Übungsszenarios waren uns zwei Kameraden des Roten Kreuz Roßdorf behilflich, die gleichzeitig den Übungsverlauf beobachteten und den Übungsteilnehmern das richtige Vorgehen bei dem vorgegebenen Unfallmuster erläuterten.
Teil I der Übung bestand zunächst darin, den Lkw-Auflieger zu sicher und die Erstversorgung des sich auf dem Rücksitz befindlichen Beifahrers vorzunehmen. Während das hydraulische Rettungsgerät vorbereitet wurde, wurde der Halswirbelbereich des Verunfallten mit einem Stifneck und die Wirbelsäule mit einem Rettungskorsett / K.E.D.-System stabilisiert. Nachdem die beiden C-Säulen des Unfallfahrzeuges mit der Rettungsschere durchtrennt waren und das Fahrzeugdach teilweise entfernt wurde, konnte der Verletzte auf ein Spineboard gelegt, und anschließen aus dem Fahrzeug gezogen werden.
In Teil II der Übung musste der Lkw-Auflieger soweit angehoben werden, dass der Pkw mit der Seilwinde des HTLF unter diesem herausgezogen werden konnte. Danach erfolgte die Bergung des massiv eingeklemmten Fahrers. Hierbei kamen die Rettungsschere und der Spreizer sowie die Rettungszylinder zum Einsatz.